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Che: das typisch argentinische Anredewort

Che ist der Allzweck-Anruf — „he / Alter“ — um jemanden anzusprechen oder die Rede zu würzen: che, ¿vamos? So ikonisch, dass Ernesto Guevara wegen übermäßigen Gebrauchs „el Che“ genannt wurde.

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Erklärung

Che dient dazu, jemanden anzurufen, einen Satz zu eröffnen oder eine Pause zu füllen — das argentinische (und uruguayische/paraguayische) Pendant zu „he“ oder „Alter“. Es ist herzlich und informell und tritt ständig mit vos auf: che, ¿vos venís?

Unter engen Freunden verbündet es sich mit boludo/a — wörtlich eine Beleidigung, hier aber ein warmherziges „Alter“: che boludo, ¡tanto tiempo! Der Ton entscheidet alles: dasselbe Wort ist bei Fremden eine Beleidigung und unter Freunden ein Gruß.

Der Ursprung ist umstritten (vorgeschlagen werden Guaraní, Mapuche und das valencianische che), doch seine Identität steht fest: Es ist das erkennbarste Merkmal der argentinischen Rede — weshalb Guevara, ein Ausländer, der es unablässig sagte, zu „el Che“ wurde.

Beispiele

Che, ¿me pasás el mate?
He, reichst du mir den Mate?

Region: AR

¿Qué hacés, che? ¡Tanto tiempo!
Wie geht's, Alter? Lange nicht gesehen!

Region: AR

Che boludo, no lo puedo creer.
Alter, das kann ich nicht glauben.

Region: AR

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