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Zheísmo und Sheísmo: ll und y als „sch“ gesprochen

Der Signaturklang des Rioplatense: ll und y werden als stimmhaftes [ʒ] (zheísmo) oder zunehmend stimmloses [ʃ] (sheísmo) gesprochen — calle ≈ „cashe“, yo ≈ „sho“.

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Erklärung

Wo der Großteil Lateinamerikas ll und y als weiches [ʝ] spricht, macht der Río de la Plata daraus einen starken postalveolaren Reibelaut. Das traditionelle Zheísmo ist stimmhaft [ʒ] (wie das „j“ in „Journal“), sodass calle wie „cazhe“ und lluvia wie „zhuvia“ klingt.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts breitet sich das stimmlose [ʃ] (das „sch“) aus, besonders bei jüngeren Sprechern in Buenos Aires — das Sheísmo — daher yo „sho“, calle „cashe“ und ya llegué „sha schegué“. Beide Varianten kommen nebeneinander vor.

Das ist das erkennbarste Merkmal des argentinischen und uruguayischen Akzents. Es betrifft nur ll und y vor einem Vokal; ein wortfinales y bleibt ein einfacher Vokal (hoy, muy, soy), wo der Laut nicht auftritt.

Beispiele

Yo me llamo Guillermo.
Ich heiße Guillermo. (gesprochen „sho me schamo“)

Region: AR

Llovió toda la noche en la calle.
Es regnete die ganze Nacht auf der Straße.

Region: AR

¿Ya llegaste?
Bist du schon da? (gesprochen „sha schegaste“)

Region: AR

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