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Quechua im peruanischen Spanisch: papa, choclo, palta, cancha
Quechua liefert einen großen Teil des peruanischen Alltagswortschatzes, vor allem für Essen, Land und Wetter — papa, choclo, palta, cancha, chacra, yapa, soroche. Mehrere davon gelangten ins Weltspanische und darüber hinaus, und das Substrat formt auch die andine Syntax, nicht nur die Wortliste.
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Erklärung
Die dichteste Schicht ist landwirtschaftlich und kulinarisch, was angesichts des andinen Beitrags zur Welternährung nicht überrascht. Papa ist die Kartoffel — das iberische patata ist eine spätere Mischform, und papa sagt der größte Teil Lateinamerikas. Choclo ist der Maiskolben, mote gekochter Mais, und cancha gerösteter Mais, dessen Schale gratis zum Bier kommt; dasselbe Wort für einen Sportplatz ist eine eigene Entwicklung. Palta ist die Avocado (anderswo aguacate, aus dem Nahuatl — die beiden großen indigenen Wortschätze des Spanischen treffen sich auf einer Frucht). Dazu quinua, charqui, das als jerky ins Englische wanderte, und yapa, die kleine Zugabe eines Marktverkäufers.
Land, Wetter und Körper liefern eine weitere Gruppe. Chacra ist ein kleiner Hof, pampa eine Ebene, huayco ein Schlamm- und Gerölllawine nach Regen, und soroche die Höhenkrankheit — ein Wort, das Sie binnen einer Stunde nach der Landung in Cusco brauchen. Calato, aus Quechua q'ala, heißt nackt. Chullo ist die gestrickte Ohrenmütze. Auch pucho, Zigarette oder Kippe, stammt aus dem Quechua. Und eine Reihe von Wörtern ging so vollständig ins allgemeine Spanisch über, dass ihre Herkunft unsichtbar wurde: cóndor, puma, vicuña, guano, coca.
Zwei Dinge sind ehrlich zu sagen. Erstens ist das Substrat nicht nur lexikalisch: Das andine Spanisch Perus zeigt auch quechua-geprägte Syntax — den doppelten Possessiv de Juan su casa, Objekt-vor-Verb-Stellung, starken Gebrauch des Gerundiums und ein reportives dice oder diciendo für Hörensagen. Das ist ein grammatischer Akzent, kein Fehler, und er wird in Lima auf eine Weise stigmatisiert, die man kennen sollte. Zweitens ist die Soziolinguistik dieses Wortschatzes aufgeladen: Begriffe wie cholo tragen eine Geschichte rassischer und klassenbezogener Markierung und können zärtlich, neutral oder beleidigend sein — je nachdem, wer sie zu wem sagt. Lernende fahren besser damit, das Wort zu kennen, als es zu benutzen.
Beispiele
Eine Causa mit Avocado und ein Maiskolben mit Käse.
Region: PE
Ich bekam die Höhenkrankheit, kaum dass ich in Cusco ankam.
Region: PE/BO
Legen Sie mir noch ein bisschen dazu?
Region: PE/BO
Juans Haus liegt draußen auf dem Feld.
Region: PE (Andean)