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Pretérito indefinido vs. Imperfekt: Ereignis vs. Hintergrund
Das Pretérito (indefinido) treibt die Erzählung voran (llegué, vi, firmé); das Imperfekt malt die Szenerie (llovía, era tarde, había gente). Manche Verben ändern ihre Bedeutung je nach Tempus: supe/sabía, pude/podía, quise/quería.
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Erklärung
Die beiden einfachen Vergangenheitstempora teilen die Aufgabe, über Vergangenes zu sprechen. Das Pretérito indefinido berichtet abgeschlossene, begrenzte Ereignisse – es treibt die Erzählung voran: llegué, vi, firmé, empezó. Das Imperfekt zeichnet den Hintergrund – was andauernd, gewohnheitsmäßig oder beschreibend war: llovía, era tarde, había gente, de niño jugaba al fútbol.
Die klassische Kombination stellt eine Szene im Imperfekt dar und setzt das Ereignis davor im Pretérito: mientras leía (Hintergrund), sonó el teléfono (Ereignis); vivíamos en Montreal cuando nació mi hija. Die entscheidende Frage ist, ob die Handlung ein einzelner abgeschlossener Punkt ist (Pretérito) oder eine andauernde Situation (Imperfekt).
Eine Handvoll Verben ändert sogar ihre deutsche Übersetzung je nach Tempus, weil das eine Tempus einen Zustand und das andere ein plötzliches Ereignis wiedergibt: sabía 'wusste' / supe 'erfuhr'; conocía 'kannte' / conocí 'lernte kennen'; podía 'konnte' / pude 'schaffte es'; quería 'wollte' / quise 'versuchte', no quise 'weigerte sich'; tenía 'hatte' / tuve 'bekam, erhielt'.
Beispiele
Wir lebten in Montreal, als meine Tochter geboren wurde.
Region: global
Ich weigerte mich zu unterschreiben, ohne es gelesen zu haben.
Region: global
Es war Nacht und alle schliefen, als der Alarm losging.