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Guaraní-Einfluss: ein zweisprachiges Land
Paraguay ist offiziell zweisprachig; Guaraní prägt das Alltagsspanisch tiefgreifend, Lehnwörter, Partikeln (-na, -ko), das affektive -mi und lehnübersetzte Konstruktionen.
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Erklärung
Paraguay ist offiziell zweisprachig, und die meisten Menschen sprechen Guaraní neben Spanisch, was die Alltagssprache tiefgreifend prägt: Lehnwörter, Diskurspartikeln, die an spanische Wörter angehängt werden (-na, -ko), das affektive Suffix -mi und lehnübersetzte Konstruktionen. Ländliche und informelle Register tendieren stärker zum Guaraní; formelle und schriftliche eher zum Spanischen.
Guaraní steuert Interjektionen, Abschwächer und Wortschatz für Essen, Pflanzen und Familie bei. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass das paraguayische Spanisch von Guaraní durchdrungen (nicht 'durcheinandergebracht') ist und dass zweisprachiges Wechseln normal und angesehen ist.
Zwei bekannte strukturelle Lehnübersetzungen verdienen Beachtung: der doppelte Determinierer un mi amigo ('ein Freund von mir', wörtlich 'ein mein Freund') und die Verwendung von la vor einem Eigennamen (la Juana). Dazu kommen die emphatischen Guaraní-Klitika, die dem Spanischen aufgepfropft sind (-ko, -niko, -katu), sowie die nasale, an Glottisverschlüssen reiche Aussprache, so entsteht der unverwechselbare Klang des paraguayischen Spanisch.
Beispiele
Komm doch, bitte.
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Wie schön!
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Ein Freund von mir kam aus Encarnación.
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