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Quechua-Lehnwörter im bolivianischen Spanisch
Das Quechua (dominierend in Cochabamba, Sucre, Potosí) prägt die Alltagssprache: wawa, api, ch'uño, opa, imilla, q'encha — oft mit spanischer Morphologie.
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Erklärung
Das Quechua, vorherrschend in den Cochabamba-Tälern und im südlichen Hochland, durchdringt das alltägliche bolivianische Spanisch: wawa (Baby), api (Lilamaistrank), ch'uño (gefriergetrocknete Kartoffel), opa (dumm/albern), imilla (Mädchen), q'encha (vom Pech verfolgt/Unglücksbringer). Viele dieser Wörter übernehmen spanische Endungen und Diminutive.
Das Cochabamba-Spanisch ist besonders stark Quechua-gefärbt — liebevolle Endungen wie -itu/-ita auf Namen und Interjektionen wie 'ari' (ja) gleiten problemlos ein. Wer einige Dutzend Lehnwörter kennt, ist für die Alltagsgespräche in den Tälern gerüstet.
Das Quechua hinterlässt auch strukturelle Spuren, nicht nur Wörter: das liebevolle Suffix -y oder -itu auf Vornamen, die Interjektionen ari (ja) und ucha (huch/Bestürzung) sowie das kalkierte doppelte Possessiv su casa de mi tía ('das Haus meiner Tante'). Viele dieser Lehnwörter sind pan-andisch und kommen auch im peruanischen und ecuadorianischen Hochland-Spanisch vor.
Beispiele
Trink einen schön heißen api (Maistrank).
Region: BO
Sei nicht albern, komm schon.
Region: BO
Huch, ich habe das Kleine bei meiner Mutter vergessen.
Region: BO