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Bolivianische Grüße: buen día, caserita, señito

Buenos días/buen día, das verkürzte buenas und herzliche Anredeformen: caserito/a (Stammkunden-Verkäufer-Beziehung), señito, joven, don/doña + Name. Zunächst zu grüßen ist unverzichtbar.

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Erklärung

Zu den alltäglichen Grüßen zählen buenos días / buen día, das verkürzte buenas sowie herzliche Anredeformen: caserito/caserita (die vertraute Stammkunden-Verkäufer-Beziehung), señito (informell für 'Fräulein/gnädige Frau'), joven (für einen jungen Kellner) und don/doña + Vorname als Höflichkeitsanrede. Hochländische Grüße fügen häufig pues und Diminutive hinzu.

Auf dem Markt ist die caserita-Beziehung echtes soziales Kapital — den Stammverkäufer entsprechend zu begrüßen bringt bessere Preise und die yapa (eine kleine Dreingabe). Wer zuerst nach dem Preis fragt, ohne zu grüßen, gilt als unhöflich.

Grüße erstrecken sich auf ganze Räume und geteilte Orte: ein einziges buenas beim Betreten eines Ladens, eines Kombis oder eines Wartezimmers grüßt alle gleichzeitig, und beim Abschied mit permiso oder ya me voy, pues wird Entsprechendes erwartet. Unter Bekannten ist ein Wangenkuss üblich; bei Amtspersonen und Älteren verbessert ein vollständiges buenos días, don/doña … vor jedem Anliegen den Empfang spürbar.

Beispiele

Buen día, caserita, ¿a cómo la naranja?
Guten Morgen, (Stammverkäuferin), was kosten die Orangen?

Region: BO

Gracias, señito.
Danke, (gnädige Frau).

Region: BO

Buenas. —Buenas, ¿en qué le ayudo, casero?
Guten Tag. — Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen, (Stammkunde)?

Region: BO

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